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Schwungradspeicher

Das erste moderne Schwungrad wurde 1950 von der Schweier Firma Oerlikon entwickelt. Sie konstruierte den ersten mobilen Schwungradspeicher für den Nahverkehr mit Bussen (Gyrobus). Der Speicherinhalt betrug 9,15 kWh und ermöglichte mit Ausnutzung der Bremsenergierückgewinnung einen Aktionsradius von 3,5 km. Zur Aufladung des Speichers gab es an jeder Haltestelle eine Anbindung an das öffentliche Stromnetz. Das Schwungrad der Gyrobusse bestand aus Stahl und lief zur Verringerung der Luftreibungsverluste in einer Wasserstoffatmosphäre.

Erste Hybridfahrzeuge, die über einen Verbund von Verbrennungs- und Elektromotor mit einem zwischengeschalteten Schwungradspeicher verfügten, wurden bereits Mitte 1984 an der Universität Kaiserslautern erprobt. In ersten kleineren Tests wurde mit dieser Methode eine Kraftstoffeinsparung von ca. 3 l pro 100 Km im Stadtverkehr erreicht. Durch den Einsatz des Schwungrads konnte der Motor während des Leerlaufs und Null-Lastzuständen abgeschaltet und bei Last durch das Schwungrad wieder schnell zugeschaltet werden.

Der wichtigste Fortschritt in der Schwungradspeichertechnologie fand Ende der 1990er Jahre statt. Zur Speicherung möglichst großer Energiemengen in leichteren Schwungmassen war die Entwicklung neuer Materialien mit besonders hoher Zereißfestigkeit notwendig.

Zitiert: Sterner Michael, Energiespeicher, S. 550 - 551

Schwungradspeicher T2:
- maximale Drehzahl 25.000 U/min
- maximale Dauerleistung 500 kW
- Kurzzeit-Höchstleistung 1.000 kW
- verfügbare Energie 4 kWh
- Eigenbedarf bis 2,1 kW
- Gewicht 650 kg

(Herausgabe: 08/2017)

 
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